06.05.2012 Spielbericht 1.Männer: TUS Hellersdorf I – HSG Charlottenburg I

Das Spiel um die “Goldene Ananas”

Da am Vortrag Lichtenrade verloren und NARVA gewonnen hatte, blieb’ uns der 9. Platz sicher. Saisonziel erreicht! Vielleicht auch deswegen fuhren wir “ohne 4″ am Sonntag Nachmittag nach Hellersdorf. Das ermöglichte unserem Co-Trainer Andre die unverhoffte Gelegenheit auf ein sein gefühlt 500. Verbandsligaspiel.

Wir agierten dann auch – als ginge es um nix. Hinten verschlafen und vorne eine Mischung aus Halbherzigkeit und “erzwungenem” Pech. Zur Pause stand ein völlig verdientes 16:10 für die ausgeschlafenen und agilen Hellersdorfer zu Buche.

Kabinenpredigt und ab ging’s

In der Halbzeitpause gab es dann nochmal eine von Bums “geliebten”, von den Spielern gefürchteten, Kabinenpredigten, in der er uns nochmal auf die letzten 30 Minuten der Saison einschwor.

Das fruchtete auch und wir kämpften uns Tor um Tor heran und Nils hielt mit einer superstarken Leistung hinten die Kiste nahezu sauber. 10 Minuten vor Ende führten wir sogar mit 18:17. Leider mussten wir dann dem kraft- und laufintensiven Spiel Tribut zollen, böse Zungen würden jetzt sagen und einige Spieler der vorigen Nacht. Zwar konnten wir nochmal auf 19:18 erhöhen, handelten uns dann aber zwei dumme Zeitstrafen ein, die Hellersdorf konsequent nutzte. Zum Schluss bleiben die Punkte, beim Endstand von 25:23, in Hellersdorf.

Ein Sonderlob an die Schiedsrichter (Jedrzejak und Kasten), welche die Partie souverän  leiteten und immer auf der Höhe des Geschehens waren – was an dieser Stelle auch mal erwähnt werden muss.

Nun geht es in die verdiente Saisonpause, bevor in der Vorbereitung wieder mächtig daran gearbeitet wird, die Verbandsliga aufzumischen. Mit etwas weniger Verletzungspech sollte uns das auch hoffentlich gelingen.

Die 1. Männer danken allen Unterstützen, Helfern, Funktionären und Fans für Ihre Hilfe und Unterstützung!!!

P.S.: Besonders erwähnenswert ist die hundertprozentige Chancenverwertung vom 7-Meterpunkt von Simon und Pipo diese Saison!

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Alexander Illgen (8), Philipp Heiduk (2), Levent Müller (1), Tim Kroll (1), Simon Hagedorn, Nils Cremer, Andre Rothfuchs (3), Kostas Kehagias (5/3), Yasar Amarell (2)

27.04.2012 Spielbericht 1.Männer: HSG Charlottenburg I – TMBW II

Riesenjubel schon vor dem Spiel der 1. Männer

Die 2. Männer hatte in einem echten Abstiegsk(r)ampf-Spiel den Gegner SG Ajax/Altglienicke III mit 19:18 geschlagen und sich damit einen Spieltag vor Schluss den Klassenerhalt in der Stadtliga gesichert. Leider konnten unsere Jungs von der Zweiten nur in kurzen Phasen zeigen was eigentlich in ihnen steckt, sonst wäre der Sieg garantiert deutlicher geworden. Aber einige Spieler hatten die Nerven nicht im Griff und der Druck allgemein schienen doch deutlich auf den Spielern zu Lasten. Auf der anderen Seite sind solche Spiele enorm wichtige “Lehrstücke” für den großenteils doch sehr jungen Spielerkader der 2. Männer.

Also herzlichste Glückwünsche und Gratulation zum Erreichen des Saisonziels Klassenerhalt an alle Spieler, den Trainer und die Verantwortlichen rundherum.

Letztes Heimspiel der 1. Männer

Wir hatten uns viel vorgenommen gegen den Tabellenletzten TMBW, zum einen weil wir Wiedergutmachung für die Preussen-Schmach wollten und zum anderen weil es das letzte Heimspiel für Bumm (Trainer) und Nils Keller (Torhüter) war. So war die Ansprache vor dem Spiel kurz und knapp, wir hatten sowieso die Woche über eindringlich besprochen, was in den letzten Spielen gefehlt hatte und wie wir wieder in die Erfolgsspur zurück finden wollten. Da der Gegner mit nur 7 Spielern antrat, darunter zwei Torhüter, erübrigte sich auch die gewohnte taktische und strategische Gegneranalyse.

Wir gingen also “pickepacke”-heiss auf die Platte und legten gleich energisch los. Die Abwehr stand gut und sicher. Motze, der von Beginn an im Tor randurfte, bewies, dass Torhüterposition, auch nach Nils Karriereende, weiterhin stark besetzt ist. Vorne gingen wir konzentriert zu werke und setzten unsere Spieleröffnungen ein, um zu Toren zu kommen. Über die Stationen 3-0, 6-3 und 9-4 stand es nach gut 20 Minuten 12-6, Zeit durchzuwechseln. Nach längerer Abstinenz dürfte Tobi mal wieder Linksaussen ran und zeigte, dass er trotz “fehlender Trainingspraxis” genau weiß, wo das gegnerische Tor steht und wie man den Ball dort am besten unterbringt. Da sich die Spieler von der Bank sich ebenfalls allesamt in starker Form präsentierten, hatten wir einen beruhigendes 17-11 herausgespielt.

2. Hälfte ein einziges Schaulaufen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam dann Nils Keller in den Kasten, um seine letzte Heimspiel-Halbzeit zu genießen. Wir hauten uns nochmal richtig für Ihn rein und spielten konzentriert und konsequent weiter. Jeder bekam ausreichend Spielzeit und genug Gelegenheiten etwas für das persönliche Torekonto zu tun. Dabei tat sich besonders der wie entfesselt spielende Ali hervor, und machte rekordverdächtige 12 Buden, ohne einen einzigen 7-Meter. Auch Nils Cremer zeigte nach langer Verletzungspausen wieder Gefallen an der Wettkampfpraxis und machte nach einigen Anlaufschwierigkeiten im Abschluss in der 1. HZ eine richtig gute Partie, sodass man das Fehlen von Amaury kaum bemerkte. Zum Schluss stand ein verdientes 34:17 auf der Anzeigetafel und alle waren glücklich, besonders Torhüter-Nils, der mit nur 7 Gegentreffern wieder mal eine starke Vorstellung auf die Platte zauberte, und seinem Ruf als wahrscheinlich bester Torhüter der Verbandsliga mehr als gerecht wurde.

Dann wurde es emotional

Die Spieler bildeten anschließend ein Jubel-Spalier hin zur Tribüne für Bumm und Nils, der Rest war grenzenloser Jubel… Alles in allem eine tolle Abschiedsveranstaltung für zwei sehr verdiente Sportskameraden der HSG Charlottenburg, ohne diese Beiden wären die Erfolge der Vergangenheit nicht möglich gewesen wären. Der intensive Beifall der Mannschaft und des Publikums drückte den Dank für das Geleistete wortlos, treffend aus.

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Alexander Illgen (12), Philipp Heiduk (3/1), Levent Müller (3/1), Tim Kroll (1), Simon Hagedorn (1), Nils Cremer (4), Tobias Viße (4), Björn Steiner (3/1), Kostas Kehagias (1), Yasar Amarell (2/1)

21.04.2012 Spielbericht 1.Männer: BFC Preussen II – HSG Charlottenburg I

Halbzeitstand 7:5

Viel mehr muss man zum ersten Durchgang nicht sagen. Vorne ideen- und mutlos, hinten relativ solide, aber auch dadurch begünstigt, dass Preussen ähnlich schwach agierte. Einziger Lichtblick auf beiden Seiten die Torhüter, die ihre Sache sehr ordentlich machten.

Endstand 18:16

Wer dachte, dass es nicht zwei Halbzeiten auf Kreisklassenniveau geben könnte, der sah sich schnell getäuscht. Kein Zusammenspiel, miserable Chancenverwertung, löchrige Abwehr, technische Fehler, Fehlpässe, … Diese Liste könnte man beliebig weiterführen. Zusammengefasst war dies wohl unsere schlechteste Saisonleistung. Unser Glück war, dass Preussen den Handballsport an diesem Nachmittag auch nicht erfunden hatte.

Die besten Akteure auf der Platte waren die Schiedsrichter, die eine sehr gute, souveräne Leistung abriefen!

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Alexander Illgen (2), Philipp Heiduk, Levent Müller (2), Moritz Bauer (2), Simon Hagedorn (2), Nils Cremer, Amaury Pourteau (2), Björn Steiner (3/2), Kostas Kehagias (3), Yasar Amarell

24.03.2012 Spielbericht 1.Männer: SG FES I – HSG Charlottenburg I

Viele Fehler auf beiden Seiten

Sowohl für FES, wie auch für uns, ist die Saison gelaufen. Wir haben vorzeitig den Klassenerhalt gesichert, für FES geht es nicht mehr weiter nach oben, unter diesem Stern schien auch die Begegnung am Samstagabend zu stehen. Unsere Motivation war trotzdem klar – mit einem Sieg würden wir FES in der Tabelle überholen.

Wir gingen mit 2:0 in Führung, FES glich schnell aus, bis zum 8:8 verlief das Spiel äußerst ausgeglichen. Beide Teams spielten körperlos, keiner schien sich wehtun zu wollen. Wir machten in der Folge einige Fehler mehr, als die Biesdorfer, zur Halbzeit lagen wir folgerichtig mit 12:15 zurück. Besonders unsere Abwehr hatte ihren Namen nicht verdient.

Enges Spiel ohne Höhepunkte

Die zweite Halbzeit begann ähnlich zerfahren, wie die erste aufgehört hatte. FES zog bis auf 19:14 weg, ohne die wirklich bessere Mannschaft zu sein. Wir machten es ihnen mit dummen Fehlern und ohne Abwehr auch nicht zu schwer. Ab der 40. Minute kämpften wir zumindest und konnten den Rückstand beim 19:18 deutlich verkürzen. Der Ausgleich sollte uns aber nicht gelingen (23:22; 24:23; 25:24). Wir verloren das Spiel am Ende mit 25:26, obwohl wir 30 Sekunden vor Schluss in Ballbesitz kamen und den Ausgleich hätten machen können. Die Leistung war einfach viel zu schlecht, um hier zu gewinnen, oder zumindest einen Punkt mitzunehmen.

Alex mit der Hälfte unserer Tore

Leider erreichte heute nur Alex Normalform, der mit 12 Toren alles überragender Schütze war. Hätten ihm die oft eigenwillig agierenden Schiedsrichter (auf beiden Seiten) nicht dreimal (!!) völlig absurderweise „abgestanden“ abgepfiffen, wären es gar 15 Treffer geworden.

Aber da wir ohne Abwehr agierten und außer Alex niemand im Angriff herausstach, konnten wir den Ausgang nicht vermeiden. Durch die Niederlagen von Tempelhof und Hellersdorf ist der Klassenerhalt zwar gesichert, aber so zu verlieren trübt die Freude darüber doch ein bisschen.

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Till Armgardt, Philipp Heiduk (3), Levent Müller (3), Moritz Bauer (3), André Rothfuchs (1), Alexander Illgen (12), Simon Hagedorn (1), Kostas Kehagias (1/1), Yasar Amarell (1)

16.03.2012 Spielbericht 1.Männer: HSG Charlottenburg I – VfL Lichtenrade I

Endlich Gegner aus unserer Tabellenregion

Am gestrigen Freitag war Lichtenrade zu Gast in der Uhlandhalle. Das Hinspiel hatten wir mit einem sehr dünnen Kader relativ souverän gewonnen. Zwar nur knapp, jedoch hatten wir fast über die gesamte Spieldauer in Führung gelegen. Die Vorzeichen standen jetzt besser, wir hatten eine volle Bank und waren heiß endlich wieder zu gewinnen. Der Spielplan meint es diese Saison nicht gut mit uns, da wir gerade alle Spitzenmannschaften in Serie hatten und jetzt nur noch gegen Teams aus dem Tabellenkeller, bzw. Mittelfeld spielen. Wir mussten sehen, dass wir nicht zu frustriert aus der Niederlagenserie hervorgehen und die Punkte gegen Lichtenrade holen würden. Denn die waren inzwischen auf einen Punkt an uns herangerückt.

Gute Abwehr Grundvoraussetzung

Die Stärke von Lichtenrade ist ihr Laufspiel und ihre Schnelligkeit. Über die Hälfte der Mannschaft ist noch A-Jugend spielberechtigt, sodass sie eine junge, frische und läuferisch starke Mannschaft stellen. Allerdings fehlt Ihnen noch etwas die körperliche Härte und Statur für die Verbandsliga, hier lag unser Vorteil. Bumm machte eine super Analyse vor dem Spiel, sprach die Schlüsselspieler an, die wir im Verlauf auch gut im Griff haben sollten und gab die taktische Marschroute für das Spiel vor. Wichtiger Baustein des “Matchplans” war unser Rückzugsverhalten, um die ganz einfachen Tore zu verhindern. Hier tat sich Levent besonders hervor, der über 60 Minuten alles in Grund und Boden lief.

Vorne gut – bis zum Abschluss

Wir starteten in der Abwehr sehr ordentlich, der einzige Rückraumschütze erzielte im ganzen Spiel nur drei Feldtore, Nils hielt sehr, sehr gut und vorne nutzten wir unsere körperliche Überlegenheit das ein oder andere Mal gut aus. Die Chancenverwertung war dagegen haarsträubend. Die Quote aus dem Rückraum war schlecht, die Quote bei ganz freien Würfen war eine einzige Frechheit. Vor dem Spiel gab es noch ein Heber-, Dreher- und sonstiges Trickwurfverbot, was aber nicht jeden erreichte. So blieb Lichtenrade immer im Spiel, zur Halbzeit stand es 10:9 für uns. Wir lagen aber von Beginn an immer in Führung.

Gleiches Lied in der Zweiten Hälfte

In der zweiten Hälfte blieb die Abwehr aggressiv und die Chancen wurden jetzt besser verwertet,  wir zogen auf 17:13 weg. Als wir dann in doppelter Überzahl waren, wollten wir den Sack zu machen. Leider gelang uns in der Phase kein einziges Tor, kurz danach waren wir dann nur noch zu viert und beim 19:17 war die Partie wieder eng. Völlig überflüssig, aber nur folgerichtig, wenn man sieht, wie viele freie Bälle wir da wieder verballert haben. Es scheint, als bräuchten wir Druck, um den Ball im Kasten unterzubringen. So dann auch beim Stand von 19:17. Wir erzielten in Unterzahl zwei  wichtige Tore durch Amau und Kostas und setzten uns vorentscheidend auf 21:17 ab. Am Ende brachten wir den Vorsprung locker über die Zeit, abgepfiffen wurde beim Stand von 22:18 vom souveränen Schiedsrichtergespann.

Der Schlüssel zum Erfolg war heute ganz klar die Abwehr. Wir haben Lichtenrade bei 18 Toren gehalten, in den vergangenen Spielen hatten sie meistens 30 Tore und mehr erzielt. Hätten wir uns auf ihr Laufspiel eingelassen, wäre es sehr schwer geworden. So haben wir ihnen unser Spiel aufgedrückt – das Ergebnis spricht für sich.

Überragender Spieler war heute Kostas, der fast die Hälfte unserer Tore erzielte. Auch die wichtigen einfachen Tore vom 7-Meter Punkt machte er heute ganz souverän.

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Till Armgardt, Philipp Heiduk (1), Levent Müller (1), Moritz Bauer (3), André Rothfuchs, Alexander Illgen (3), Tobias Viße (3), Amaury Pourteau (1), Simon Hagedorn, Kostas Kehagias (10/4), Yasar Amarell, Björn Steiner

11.03.2012 Spielbericht 1. Männer: SG Hermsdorf-Waidm.lust I – HSG Charlottenburg I

Da war mehr drin…

Leider wiedermal etwas ersatzgeschwächt aber mit besseren Vorraussetzungen als gegen Polizei SV und Rudow machten wir uns am Sonntagnachmittag auf gen Norden.

Das Spiel begann für uns ordentlich, wir führten zu Beginn knapp, hielten dann lange das Unentschieden und gingen mit einem knappen Rückstand in die Pause. Die Abwehr war stark, im Angriff funktionierten die Konzepte, Hermsdorf wurde der klaren Favoritenrolle selten gerecht.

In der zweiten Halbzeit blieben wir weiter dran, beim 18:18 war die Welt noch absolut in Ordnung. Dann nahmen wir uns, wie so oft dieses Jahr, eine zehnminütige Auszeit und lagen mit 18:23 zurück. Dabei hätten wir über zwei Tempogegenstösse auf 20:18 absetzen können, die Chancen waren da – wurden aber leider nicht genutzt…

Das Spiel schien 7 Minuten vor Schluss, bei einem 5-Tore Rückstand, gelaufen. Doch durch eine sehr aggressive Abwehr und mit einem überragenden Levent im Angriff konnten wir bis auf ein Tor verkürzen, da waren noch cirka 30 Sekunden zu spielen. Mit der offenen Deckung eroberten wir acht Sekunden vor Ende den Ball, das Tor war leer, Alex stand frei auf 9 Meter und wartete auf den letzten Pass, der dann leider nicht bei ihm, sondern zwei Meter rechts von ihm landete und ins Seitenaus trudelte. Die letzten drei Sekunden tickten herunter und das Spiel war vorbei. So verloren wir knapp mit 27:28.

Kämpferisch war es eine klasse Leistung, die wir abgeliefert haben. Dass uns eine solch’ nervige Niederlage ausgerechnet gegen Hermsdorf passiert, ist doppelt ärgerlich. Schon im Hinspiel, als wir Unentschieden spielten, vergaben wir mit Ablauf der Spielzeit einen 7-Meter. Die Hermsdorfer bedankten sich, denn sie wussten wohl, dass die zwei Punkte ein Geschenk waren.

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Till Armgardt, Philipp Heiduk, Levent Müller, Moritz Bauer, Alexander Illgen, Amaury Pourteau, Simon Hagedorn, Kostas Kehagias, Yasar Amarell

02.03.2012 Spielbericht 1.Männer: HSG Charlottenburg I – TSV Rudow I

Dünner Kader – mäßige Erwartungshaltung

Zum wiederholten Male hat uns diese Saison eine Grippe- und Verletzungswelle befallen, sodass wir mit acht Feldspielern gegen den Tabellenführer aus Rudow antreten mussten. Nach dem 39:23 Auswärtsdebakel aus dem Hinspiel machten wir uns keine zu großen Hoffnungen auf Punkte, hatten dadurch aber auch überhaupt keinen Druck. Was man uns in den ersten Minuten auch anmerkte.

Schnelle Beine in der Abwehr

Wir machten die Räume schön eng und versuchten die Kreisanspiele zu verhindern, die Rudows größte Waffe sind. Das gelang uns über weite Strecken auch wirklich gut, besonders Yasar arbeitete sehr viel. Von 2:0, über 4:2 bis zum 7:4 konnten wir konstant unsere Führung behaupten. Ab der 20. Minute merkte man uns die ersten Müdigkeitserscheinungen an, die zu schnellen Kontertoren führten. Beim 7:8 waren wir erstmals nicht mehr in Führung. Der Rückstand pendelte sich bei zwei bis drei Toren ein bis wir einige Nachlässigkeiten der Rudower im Abschluss ausnutzten, um unsererseits mit schnellen TGs ins Spiel zurückzufinden. Zur Halbzeit lagen wir mit 12:13 zurück und hatten eine sehr gute Ausgangsposition für Hälfte 2.

Siehe Spielbericht Hinspiel

Was dann passierte, ist schwer zu erklären. Genau wie im Hinspiel verloren wir pünktlich zum Anpfiff der zweiten Halbzeit alles, was uns in den ersten 30 Minuten stark gemacht hatte. Die Abwehr verschob viel weniger, wir gingen nicht mehr entsprechend auf die Rückraumschützen raus und der Kreis entzog sich trotzdem völlig unserer Kontrolle. Vorne wurde viel zu überhastet abgeschlossen und Fehlpässe in die Arme der Gegner eröffneten TG Chancen en masse. Aus dem 12:13 zur Halbzeit machten wir innerhalb von zehn Minuten ein 16:22 und das Spiel war mehr oder weniger entschieden. Dass wir kaum wechseln konnten machte sich leider bemerkbar, was jedoch nicht als Ausrede herhalten darf. Man sollte erwarten können, dass wir für mehr als 25 gute Minuten Luft haben.

Abgezockte Rudower machen den Sack früh zu

Rudow verwaltete den Vorsprung clever und baute ihn kontinuierlich aus. Am Ende stand es 24:34 und wir hatten es wieder fertig gebracht aus einer guten Ausgangsposition zur Halbzeit in eine derbe Klatsche zu laufen. Die Achse Mitte-Halblinks-Kreis konnte in der zweiten Halbzeit machen, was sie wollte. Fast die Hälfte aller Tore wurde so erzielt. Darunter gefühlte 20 7-Meter, die es für jedes Foul, auch auf 9-Meter, gab. Über zu wenige 7-Meter durften auch wir uns nicht beklagen, blöd nur, dass wir zum wiederholten Mal in dieser Saison fünf Stück daneben hauten. Um Rudow zu schlagen, hätte heute einfach sehr viel mehr funktionieren müssen. Wenn auch nur die einfachsten Dinge, wie frei durch das Tor zu machen, 7-Meter reinzukloppen oder über 60 Minuten in der Abwehr zu kämpfen. Leider stehen wir uns da immer wieder selbst im Weg.

Nächste Woche wartet Hermsdorf auf uns, denen wir im Hinspiel ein Unentschieden abgerungen haben. Inzwischen sind bei ihnen einige damals noch verletzte Spieler zurück im Kader, während wir derzeit auf dem Zahnfleisch gehen. Mal sehen, was dort zu holen ist. Mit der Leistung aus der ersten Halbzeit ist ein Sieg realisitisch, mit der aus der zweiten kann es sehr, sehr bitter werden. Aber wir fahren natürlich optimistisch in den Norden und kämpfen 60 Minuten um jeden Zentimeter der Halle.

Herausheben muss man noch die Leistung von Levent, der im Rückraum ein sehr gutes Spiel gemacht hat. Moritz kam spät für Nils ins Spiel, parierte dann aber noch etliche Würfe und leitete mit schönen Pässen TGs ein. Auch Nils war heute ein starker Rückhalt, leider ließen wir ihn viel zu oft völlig im Stich. Die sieben Treffer von Alex sprechen für sich, wenngleich er sich ungewohnte Schwächen bei seinen TGs erlaubte. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass das Spiel zu dem Zeitpunkt längst entschieden war.

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Alexander Illgen (7), Philipp Heiduk (1), Levent Müller (5), Moritz Bauer (4), Amaury Pourteau (1), Kostas Kehagias (3/2), Yasar Amarell (2/1), Simon Hagedorn (2)

22.02.2012 Spielbericht 1.Männer: Polizei SV I – HSG Charlottenburg I

Ein Unglück kommt selten allein

Die Aussichten für das Spielwochenende waren schon nicht besonders rosig, nach dem Moe, Yasar und Tobi für Samstag arbeitsbedingt absagen musste. Also machten wir uns zu Zehnt, mit nur zwei Auswechselspielern, auf zum Tabellenzweiten nach Hohenschönhausen. Allerdings nur mit einem etatmäßigen Halblinken!

Das Spiel ging dann gar nicht schlecht los. Polizei war etwas unkonzentriert im Abschluss und wir kamen mit deren 3-2-1-Deckung ganz gut zu Rande, so das wir die Partie in den ersten 10 Minuten ausgeglichen gestalten konnten. Dann verletzte sich leider Björn in einem unglücklichen Zusammenprall so schwer am Knöchel, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Auf einmal standen wir ohne “gelernten” Halblinken da. In den folgenden 10 Minuten mussten wir uns erstmal vorne wie hinten sortieren, da mit Björn auch die etatmäßige Hälfte des Mittelblocks fehlte. Diese “Unruhe” nutzte der Gegner konsequent und schnörkellos, so dass sie schnell zu einem 5 Tore Vorsprung kamen. Diesen bauten sie dann bis zur Halbzeit (14-7) noch auf 7 Tore aus.

In der zweiten Halbzeit ließ Polizei dann nix mehr anbrennen, sie machten das was man gegen einen dezimierten Gegner mit nur einem Auswechselspieler machen muss, wenn man selbst eine volle Bank hat: keulen, keulen, keulen (wie Achim, die Charlottenburger Mauer, immer zu sagen pflegte). So ist die Geschichte der Partie schnell erzählt. Bei uns schwanden die Kräfte und der Gegner wechselte munter durch. Dazu machten wir noch einige Gastgeschenke in Form von technischen Fehlern und Fehlwürfen, so dass es am Ende 29:19 für Polizei SV stand.

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Alexander Illgen (7), Till Armgardt (3), Philipp Heiduk (1), Levent Müller (2), Björn Steiner, Amaury Pourteau (2), Simon Hagedorn (1), Kostas Kehagias (3/2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10.02.2012 Spielbericht 1.Männer: HSG Charlottenburg I – SG ASC/VFV Spandau I

Leistung aus dem Hinspiel bestätigen

In der Hinrunde gelang uns gegen Spandau der erste Sieg der Saison, nachdem wir die Spiele zuvor mit jeweils einem Tor verloren hatten. Damals waren die Spandauer noch an unserer sehr guten Abwehr und den schnellen Gegenstößen, aber auch an ihrer eigenen Arroganz gescheitert – heute waren sie vorgewarnt.

Das Spiel begann ausgeglichen. Obwohl wir vorne pomadig spielten, gelangen uns durch Einzelaktionen relativ einfache Tore, die wir hinten aber sofort wieder herschenkten. Die Abwehr packte nicht zu, einlaufende Spieler konnten auf acht Meter das halbe Spielfeld überqueren, ohne berührt zu werden. Auch die Rückraumschützen bekamen nur Begleitschutz, ein Ein-Mann-Block auf 6 Meter ist da etwas dürftig.

Keine Leistungssteigerung in Hälfte Eins

Weil wir weder vorne, noch hinten ins Spiel fanden, zogen die Spandauer langsam davon. Sie waren weder spielerisch überragend, noch besonders schnell. Es reichte, gegen uns in der Abwehr ordentlich zuzupacken und dann vorne mit einfachsten Mitteln Tore aus der Nahdistanz zu erzielen. Der Pausenrückstand von 9:18 spiegelte die Aggressivität wider, die wir vermissen ließen und mit der es die Spandauer in der Folge noch übertreiben sollten. Den größten Vorwurf muss man hier jedoch den Schiedsrichtern machen, die wiederholt klare Schläge und Ellbogenstöße ins Gesicht ungeahndet ließen.

Kampfstark nach der Pause

Bei einem Rückstand von neun Toren gibt es nicht mehr viel Taktieren. Aggressive Abwehr, schnelle, einfache Tore und sich endlich mal zur Wehr setzen und nicht einfach verprügeln lassen, das waren die Vorgaben. Diese setzten wir auch endlich um. Den Spandauern gelangen weniger leichte Tore, wohingegen wir endlich mit Entschlossenheit zum Abschluss gingen. Über 12:19 und 17:22 kämpften wir uns auf 21:26 heran und hatten zweimal die Chance auf vier Tore zu verkürzen.

Doch aller Kampf wurde in der 51. Minute ausgebremst, als Björn nach einem Überzieher absichtlich den Ellbogen des Rechtsaußen ins Gesicht gerammt bekam. Er versuchte in der Aktion noch aufs Tor zu werfen und traf den im Kreis stehenden Außen dabei am Rücken. Dafür sah er von den Schiedsrichtern wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Das war der Gipfel aller vorher zweifelhaft getroffenen Entscheidungen. Man kann natürlich sagen, dass sich der Außen sehr clever verhielt, damit reiht er sich dann in die illustre Runde der Igor de Camargos dieser Welt. Wir wünschen beiden Sportsmännern an dieser Stelle gute Besserung für Ihre schweren Kopfverletzungen!

Zwar kämpften wir von da an weiter, die Kraft reichte aber nicht mehr, um noch etwas auszurichten. Der fünf bis sechs Tore Rückstand blieb konstant, am Ende unterlagen wir mit 24:30.

Naives Auftreten bereitet Sorgen

Schlussendlich waren die Schiedsrichter nicht Schuld an der Niederlage. Wer 30 Minuten ohne Abwehr spielt und sich über 60 Minuten nicht richtig wehrt, kann in der Verbandsliga kein Spiel gewinnen. Dass wir zudem fünf Siebenmeter vergaben, spielte uns auch nicht in die Karten.

Nächste Woche ist spielfrei, danach warten PSV und Rudow auf uns. Wenn wir uns nicht klar steigern, werden das zwei kaum zu lösende Aufgaben sein. Doch wir haben schon häufiger bewiesen, dass wir dann stark sind, wenn uns keiner auf der Rechnung hat – siehe den Hinspielsieg in Spandau.

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Alexander Illgen (4), Till Armgardt, Jan Häuseler (1), Philipp Heiduk (1), Levent Müller (1), Moritz Bauer (3), Amaury Pourteau (2), Björn Steiner (6/2), Kostas Kehagias (4/3), Yasar Amarell (3)

21.01.2012 Spielbericht 1.Männer: OSC Schöneberg/Friedenau II – HSG Charlottenburg I

Zwei Teams auf Augenhöhe

Im Training hatten wir ein neues Konzept für den schnellen Anwurf einstudiert, das wir zu Beginn aber lieber nicht spielten. Hätte ja zum Erfolg führen können. Es lief in der Anfangsphase bei beiden Teams nicht sehr viel zusammen. Wir gingen 2:0 in Führung, kriegten dann fünf Tore in Folge, um uns wieder zum 6:6 heran zu kämpfen. Auf beiden Seiten waren es meist Einzelaktionen, die zum Torerfolg, beziehungsweise zum Ballverlust, führten.

Beim 11:8 konnten wir uns erstmals auf drei Tore absetzen und verteidigten das kleine Polster auch bis zur Halbzeit, weil wir endlich den schnellen Anwurf ordentlich ausspielten und dadurch die unsortierte Abwehr der Schöneberger vor größere Probleme stellten. Levent hatte hier seine stärkste Phase. Wenn er seine Schnelligkeit nutzt, kann ihn kaum jemand halten. Der schmerzliche Ausfall von Björn, der sich gegen Narva am Daumen verletzt hatte, fiel heute zum Glück nicht so schlimm ins Gewicht, wie befürchtet. Der Autor des Texts hat endlich mal wieder einen guten Tag erwischt und ihn im Wechsel mit Jan ordentlich vertreten. Ebenfalls einen sehr guten Tag hatte Alex, der insgesamt acht Tore erzielte und, wie fast immer in dieser Saison, bester Werfer war.

Verdiente Pausenführung – Bruch im Spiel

Zur Halbzeit lagen wir beim 14:18 mit vier Toren vorne. Die Erkenntnis der ersten halben Stunde war, dass wir über unsere erste und zweite Welle am erfolgreichsten waren und die teilsweise in die Jahre gekommenen Schöneberger so kaputt rennen müssen. Klingt logisch, aber wir wehren uns oft gegen Erfolg versprechende Konzepte. So auch in der zweiten Halbzeit.

Beim 21:21 war der Vorsprung futsch. Wir waren vorne zu ungeduldig und hinten nicht bereit uns mal zu wehren. Weil wir das Tempospiel vernachlässigten, mussten wir uns jedes Tor im Positionsangriff hart erkämpfen. Dabei spielten wir nicht unsere Konzepte, Amau wurde auf Rechtsaußen völlig vergessen und so war es immer ein knapper Rückstand, dem wir hinterherlaufen mussten (24:23; 25:24; 26:25; 27:26; 28:27). Wir schafften es einfach nicht, den Schönebergern mal zwei Angriffe in Folge abzunehmen, um selbst wieder in Führung zu gehen. Zum Schluss war es dann Amaury, der mit seinem zweiten Wurf im gesamten Spiel den 28:28 Endstand herstellte. Den verteidigten wir in der letzten Minute gegen angreifende Schöneberger, die über ihren besten Torschützen auf Halblinks den Abschluss suchten. Darauf hatte uns Bum in der letzten Auszeit zwanzig Sekunden vor Schluss aber eingestellt. Nils, der gerade hinten raus ein sehr gutes Spiel gemacht hat, hatte keine Mühe mit dem abgefälschten Ball.

Betrachtet man den Spielverlauf, können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Schließlich liefen wir während der letzten Viertelstunde immer einem Rückstand hinterher. Den Sieg haben wir zwischen der 30. und 45. Minute verschenkt, als wir völlig konzept-, ideen- und kraftlos agierten und den hart erkämpften Vorsprung aus der ersten Halbzeit leichtfertig verspielten. Jetzt haben wir zwei Wochen spielfrei, die wir nutzen müssen, um unsere Konzepte weiter zu verinnerlichen und sowohl körperlich, als auch konditionell zuzulegen. Am 10.2. kommt Spandau in die Uhlandstraße, die wir im Hinspiel auswärts besiegen konnten. Wenn wir einen guten Tag erwischen, ist wieder alles drin für uns.

Eingesetzte Spieler: Nils Keller, Moritz Schnitger / Alexander Illgen (8), Till Armgardt, Jan Häuseler (2/1), Philipp Heiduk (1), Levent Müller (4), Moritz Bauer (7), André Rothfuchs, Amaury Pourteau (1), Simon Hagedorn, Kostas Kehagias (2/1), Yasar Amarell (3)